Behandlungen (Stationäre Operationen)

Sehnenriss der Rotatorenmanschette

Der Oberarmkopf ist umgeben von Sehnen (Rotatorenmanschette). Ein Sehnenriss kann durch Abnützung oder Unfall entstehen. Nicht unfallbedingte Sehnenrisse werden häufig primär nicht-operativ mit Physiotherapie behandelt. Bei anhaltenden Schmerzen, Bewegungs- sowie Krafteinbusse ist die Naht der Sehne(n) sinnvoll. Nach Unfall gilt dasselbe, wobei diese Sehnenrisse, falls sie ausgeprägt sind, innerhalb einiger Wochen oder weniger Monate genäht werden sollten.

OP-Technik
Offene oder geschlossene (arthroskopische, minimal-invasive) Technik. Kleine Fadenanker werden im Knochen fixiert. Die Fäden dieser Anker wiederum werden durch die Sehne gezogen. Durch das Verknüpfen der Fäden wird die Sehne auf den Knochen gedrückt und verbindet sich innerhalb von 6 Wochen wieder mit diesem.

Nachbehandlung
Spitalaufenthalt während ca. 3 - 4 Tagen. Schulterfixationsbandage während 6 Wochen. Physiotherapie während 3 - 6 Monaten. Arbeitsunfähigkeit muss individuell festgelegt werden, je nach körperlicher Belastung zwischen 8 – 16 Wochen.

Der rote Pfeil markiert den Sehnenriss, weisse Flächen entsprechen dem Kontrastmittel innerhalb und ausserhalb des Gelenks.

Derselbe Bildausschnitt wie oben; der rote Pfeil zeigt auf einen Knochensporn am Schulterdach, der ev. den Riss verursacht hat.

Schematische Darstellung einer Sehnennaht mit einem Knochenanker mit Faden