Behandlungen (Nein)

Instabilität nach Ausrenkung (Luxation)

Durch Schulterausrenkung, Auskugelung (Luxation) des Oberarmkopfes aus der Pfanne wird ein Teil der Gelenkkapsel zusammen mit der Gelenkslippe am knöchernen Pfannenrand ausgerissen. Bei Menschen zwischen 18 und 30 Jahren sind nach erstmaliger Luxation erneute Ausrenkungen häufig. Begleitverletzungen können die Rotatorenmanschette oder Nerven betreffen. In den allermeisten Fällen kugelt die Schulter nach vorne unten aus.

OP-Technik
Bei wiederholten Schulterausrenkungen ist eine Operation sinnvoll. Meist arthroskopische (minimal-invasive) Technik. Die Gelenkslippe wird zusammen mit der Kapsel mit Fäden gefasst und am Pfannenrand refixiert. Die Fäden sind an kleinen Anker befestigt, die in den Knochenrand eingeschlagen werden.

Bei der offenen Operationstechnik wird ein Knochenblock-Transfer vorgenommen. Dabei wird der sogenannte Rabenschnabelfortsatz, der nahe am Gelenk sitzt, abgelöst und vorne unten an der Pfanne als Vergrösserung derselben mit 2 Schrauben fixiert (OP nach Latarjet).

Nachbehandlung
Spitalaufenthalt während 3-4 Tagen. Schulterfixationsbandage während 6 Wochen. Physiotherapie während 12-16 Wochen. Bei der arthroskopischen Technik sind nach der OP weniger Schmerzen zu erwarten als bei der offenen. Arbeitsunfähigkeit 8-16 Wochen.