Behandlungen (Stationäre Operationen)

Meniskusverletzung

Es gibt einen Innen- und einen Aussenmeniskus in jedem Knie und er ist eine Art Puffer zwischen Ober- und Unterschenkel. Durch Unfall oder Abnützung kann der Meniskus, einreissen. Der Meniskus ist ein halbmondförmiger Faserknorpel und ist nur an seiner Aufhängung an der Gelenkkapsel durchblutet und zeigt deshalb kaum Heilungspotential. Kleinere Risse können nach einer schmerzhaften Phase wieder zur Ruhe kommen und lange Zeit kaum stören. Meniskusverletzungen, die permanent Beschwerden verursachen, sollten operativ behandelt werden. Dabei wird der zerrissene Teil durch die arthroskopische Schlüssellochtechnik herausgeschnitten, wobei so viel Meniscusmaterial wie möglich belassen wird. Bei sehr jungen Patienten ist unter Umständen eine Meniskusnaht noch möglich.
Durch zwei kleine Schnitte vorne am Knie kann das Gelenk von der einen Seite her mit einer Kamera inspiziert und von der anderen Seite mit kleinen Instrumenten behandelt werden. Zu diesem Zweck wird das Knie mit steriler Flüssigkeit gefüllt. Der Patient kann bei entsprechender Anästhesie (meist Spinalanästhesie) die Operation am Bildschirm verfolgen. 
Die Operation erfolgt meist ambulant, seltener auch stationär (andere medizinische Probleme, welche eine ambulante Operation nicht zulassen). Nach einer Woche können die meisten Patienten schon wieder flüssig gehen. Nach 4 Wochen kann bei normal sportlichen Patienten der Sportaufbau beginnen, bei sehr sportlichen Patienten schon früher.  Je nach körperlichen Ansprüchen und Verlauf ist eine Nachbehandlung mit Physiotherapie gelegentlich notwendig. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt je nach körperlicher Belastung und Art der Arbeit 2 – 14 Arbeitstage. Die Fadenentfernung erfolgt 5-7 Tage nach der Operation.